Navigation
Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Fusionsbiopsie: Bessere Prostatakrebsdiagnostik am St. Josefshospital

20.05.2017

Krefeld. Patienten mit Verdacht auf Prostatakrebs profitieren am Malteser Krankenhaus St. Josefshospital künftig von einer zusätzlichen modernen Untersuchungsmethode. Mit Hilfe der sogenannten Fusionsbiopsie können Ärzte leichter signifikante Prostatakarzinome entdecken und entsprechende Therapieempfehlungen aussprechen.

Die Fusionsbiopsie ist ein schonendes Verfahren, bei dem nach aktuellen Studien (Sonn GA und Rush University Medical Center) bereits sehr kleine krebsverdächtige Gewebeteile auch im Frühstadium mit hoher Treffsicherheit erkannt werden können. Für die Patienten der Klinik für Urologie bedeutet dies, dass sie im Einzelfall eine viel klarere Aussage erhalten, ob ein signifikantes Karzinom vorhanden ist oder nicht.

Durch die Zusammenarbeit der Urologen mit der Abteilung für interventionelle Radiologie wurde nun erstmals die neuartige Diagnostik des Prostatakrebs durchgeführt. Gemeinsam mit dem Chefarzt der Radiologie Dr. Amin Laali fusionierten die beiden Urologen Priv.-Doz. Dr. Marcus Horstmann und Dr. Stefanos Papadoukakis die Bilder aus einer sogenannten multiparametrischen MRT-Untersuchung (mpMRT) mit einemLive-Ultraschallbild der Prostata. Im so generierten Bild werden die verdächtigen Areale deutlicher dargestellt und können in der Biopsie gezielt angesteuert werden.

Prostatakrebs ist heute die häufigste Krebsart bei Männern. Nach auffälligen Blutwerten wurde im herkömmlichen Verfahren eine ultraschallgesteuerte systematische Gewebeentnahme durchgeführt, die nicht immer einen Hinweis auf eine Krebserkrankung gaben. Die neue Möglichkeit der Fusionsbiopsie verhilft nun durch die gezielte Probenentnahme zu mehr Klarheit.