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Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Das diabetische Fußsyndrom als Folge des Diabetes mellitus

Als Spätfolge eines Diabetes mellitus kann ein sogenanntes diabetisches Fußsyndrom (DFS) entstehen. Bedingt durch die häufigen Begleiterkrankungen des Diabetes mellitus (wie bspw. Bluthochdruck, Nervenschädigungen und eine gestörte Schweißproduktion) können aus Druckstellen, Rissen, kleinsten Verletzungen und Fußpilz schnell unbemerkt größere und folgenschwerere Defekte entstehen. Spätestens wenn sich diese zu sogenannten diabetischen Gangrän oder tiefen, lochförmigen Hautgeschwüren (Mal perforans) entwickeln, ist ein chirurgischer Eingriff oftmals unumgänglich. Letzten Endes kann sogar eine Amputation erforderlich werden.

Interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur Versorgung des diabetischen Fußsyndroms in Krefeld

Um die Amputation – wenn möglich - zu vermeiden, arbeiten wir in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe zur Versorgung des diabetischen Fußsyndroms zusammen mit den niedergelassenen Fachärzten. Durch gemeinsame Visiten, Sprechstunden und Therapiekonzepte wird für Sie als Betroffener das Therapiekonzept umgesetzt.

Diabetestherapie und operative Maßnahmen werden im Dialog abgestimmt. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fuß der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft). Die chirurgische Kompetenz wird hierbei durch den Oberarzt Herrn Permantier und den Chefarzt Herrn Dr. med. Schmidt vertreten, die beide Koordinationsärzte im Netzwerk Diabetischer Fuß sind. Einer der niedergelassenen Kooperationspartner ist die Diabetes-Schwerpunktpraxis Facharztpraxis Krefeld-Stephanstraße (Dr. Hoß/Dr. Möllmann).

Anzeichen des diabetischen Fuß rechtzeitig erkennen

Sie selbst sollten, als Diabetiker mit mehrjähriger Erkrankungsdauer, täglich Ihre Füße auf Veränderungen kontrollieren. Nehmen Sie notfalls einen Handspiegel zur Hand oder bitten Ihren Partner um Hilfe. Achten Sie auf Hautveränderungen und Risse insbesondere zwischen den Zehen und unter der Fußsohle. Auch Verfärbungen der Nägel können ein Warnhinweis sein. Hühneraugen und Warzen, sollten Sie als Diabetiker ebenfalls nicht selbst therapieren sondern ärztlich untersuchen lassen.

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen eine gründliche ärztliche Inspektion – bisher unauffälliger Füße – mindestens einmal im Jahr in unserer Ambulanz oder der Kooperationspraxis.

Als Anzeichen für einen drohenden diabetischen Fuß gelten:

  • trockene Haut an den Füßen
  • verringerte Schmerz- und Temperaturempfindlichkeit an den Füßen
  • Taubheit in den Füßen
  • Berührungsempfindlichkeit und stechende oder brennende Schmerzen vor allem nachts (ähnlich den Schmerzen einer pAVK)
  • Krallenbildung an den Zehen, diese bemerken Sie häufig durch ein „stolpern über die eigenen Füße"
  • Rötungen, Schwellungen und eine Erwärmung des Fußes

Diese Anzeichen sollten neben Verletzungen auf jeden Fall ärztlich untersucht werden.

Chefarzt

Dr. Wilhelm-Ulrich Schmidt
Dr. Wilhelm-Ulrich Schmidt Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie
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