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Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Unerfüllter Kinderwunsch

Zur Diagnostik und Therapie bei unklarem unerfülltem Kinderwunsch wird sowohl die Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) als auch die Laparoskopie (Bauchspiegelung) eingesetzt, dies immer auch in begleitender oder vorausgegangener Untersuchung und etwaig erforderlicher Therapie des Partners durch einen Urologen.

Bei unseren Patientinnen stehen neben angeborene Fehlanlagen erworbene Fehl- oder Minderfunktionen, durch vorausgegangen Operationen oder Unterleibsentzündungen im Vordergrund.

Bei den angeborenen Anomalien reicht das Spektrum von einer Trennwand der Scheide, teilweise oder durchgehenden Trennwänden in der Gebärmutter selbst, bis zum Vorliegen von Doppelanlagen von Scheide oder Gebärmutter. Jede dieser besonderen Anlagen erfordert eine zuverlässige diagnostischen Einordnung und daraus resultierend ein individuelles operatives Behandlungskonzept oder gelegentlich auch gar keine Behandlung.

Verwachsungen durch vorausgegangene Operationen oder Entzündungen können schon beim Ersteingriff gelöst werden. Bei freier Durchgängigkeit der Eileiter wird in solchen Fällen die Eizellaufnahme optimiert oder nicht selten überhaupt erst ermöglicht. Auch die Wiedereröffnung der Eileitertrichter bei Verschluss ist endoskopisch machbar. Hier ist jedoch die unversehrte Eileiterschleimhaut ein wichtiges zusätzliches Kriterium.

Des Weiteren lassen sich Störungen des Eisprungs selbst, zum Beispiel beim PCO-Syndrom (polycystisches Ovar), durch Stichelung der verhärteten Eierstockskapsel mittels Laser (Laserdrilling) oder einer feinen Hitzenadel eventuell kombinieret mit einer nachfolgender Hormontherapie beheben.

Endometriose und Myome (s.u.) unterschiedlicher Lokalisation sind weitere mögliche Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches.