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Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Urogynäkologie

Statistisch leidet in Deutschland jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens an Blasenschwäche und unwillkürlichem Harnverlust. Neben Schwangerschaft und Bindegewebsschwäche verursachen vor allem altersbedingte anatomische Veränderungen des Beckenbodens und neurologische Ursachen eine gestörte Blasenfunktion.

Bei unkontrolliertem Harnverlust ist zwischen einer Belastungsinkontinenz und Dranginkontinenz zu unterscheiden. Neben einem Training des Beckenbodens und einer medikamentösen Therapie, die zunächst im Vordergrund stehen, kann letztlich eine operative Korrektur notwendig sein. Auch hier haben sich ebenfalls in den letzten 20 Jahren minimal invasive Operationsverfahren etabliert.

Bei der Auswahl der geeigneten Behandlungsmethode ist neben einer gynäkologischen und sonographischen Untersuchung auch die sogenannte Blasendruckmessung (Urodynamik) richtungsweisend. Die richtige Vordiagnostik vor einer Therapie verspricht den besten Erfolg.

Ist eine Operation unumgänglich, bieten sich hierfür verschiedene Operationsstrategien an. Bei einer reinen Stressinkontinenz werden kleine Bändchen spannungsfrei unter die Harnröhre gelegt, die die Funktion eines nicht mehr intakten Schließmuskels übernehmen. Besteht gleichzeitig eine Senkung der Harnblase ist nicht selten ein zweizeitiges Vorgehen sinnvoll, um zunächst die normale Anatomie des Beckenbodens wiederherzustellen.