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Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Vorsorge

Nicht jede Veränderung der Brust bedeutet automatisch Brustkrebs. Im Gegenteil: drei Viertel aller Brusttumore sind gutartig. Trotzdem ist der wirksamste Schutz vor bösartigen Brusterkrankungen die Früherkennung. Wird ein Tumor frühzeitig diagnostiziert, sind die Heilungschancen gut. Es gibt Hinweise darauf, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Sport und ein maßvoller Umgang mit Alkohol und Nikotin das Risiko reduzieren können.

Trotzdem kann auch bei idealer Lebensführung die Krankheit eintreten. An Brustkrebs zu erkranken, ist deshalb keine Frage der „Schuld“ oder des falschen Handelns. Vor allem ist es kein unabwendbares Schicksal, in das man sich fügen muss.

Welche Untersuchungen sind sinnvoll?

AlterArt der UntersuchungZeitpunkt/Häufigkeit
Ab 30regelmäßige Selbstuntersuchung der BrustMonatlich, am besten nach der Periodenblutung
 Ärztliche UntersuchungJährlich
Ab 40 und mit besonderem RisikoprofilMammografie (ggf. zusätzliche Ultraschalluntersuchung)nur bei spezieller Indikation
50 bis 69 JahreMammografie-Screeningautomatische Einladung alle 2 Jahre

 

 

Lebenshaltung

Sie können durch Ihre Lebensgewohnheiten maßgeblich dazu beitragen, Ihr persönliches Risiko für eine Brustkrebserkrankung so gering wie möglich zu halten:

  • ausreichende körperliche Bewegung: sportliche Aktivitäten wirken sich positiv auf Ihr Risiko für eine Brustkrebserkrankung aus, halten Sie zusätzlich fit und helfen Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen.
  • gesunde, ausgewogene Ernährung: Studien weisen darauf hin, dass schlanke Frauen weniger häufig an Brustkrebs erkranken als deutlich übergewichtige Frauen. Als Ursache wird das Hormon Östrogen angesehen, dass im weiblichen Fettgewebe gebildet wird und auch bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle zu spielen scheint.
  • Verzicht auf Tabak- und übermäßigen Alkoholkonsum: wenn auch Rauchen und Alkohol offenbar nur in geringerem Maße das Brustkrebsrisiko erhöhen, sollten Sie im Sinne einer gesunden Lebensführung darauf verzichten.

Selbstuntersuchung

Sie kennen Ihren Körper am besten. Deshalb ist eine wichtige Früherkennungsmaßnahme nach wie vor die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust. 80% aller an Brustkrebs erkrankten Frauen haben den Knoten selbst in ihrer Brust entdeckt. Aus diesem Grund sollten Sie spätestens ab dem 30. Lebensjahr damit beginnen, einmal monatlich Ihre Brust abzutasten. Der beste Zeitpunkt ist jeweils acht Tage nach der Periode, da die Brust dann weicher ist als vor der Regelblutung. Sollten Sie Ihre Brust noch nicht regelmäßig einmal monatlich abtasten, wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt und lassen sich erklären, wie man die Selbstuntersuchung bestmöglich durchführt. Auch gibt es zahlreiche bebilderte Broschüren, die zur Selbstuntersuchung anleiten.