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Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Darmzentrum Duisburg

Darmzentrum Duisburg: Erfolg durch interdisziplinäre Zusammenarbeit!

Bösartige Erkrankungen der Verdauungsorgane sind komplexe onkologische Erkrankungen. Für ein optimales Behandlungsergebnis ist das Wissen und die Zusammenarbeit aller beteiligter Spezialisten erforderlich.

Um dies zu ermöglichen, wurde im Darmzentrum Duisburg ein entsprechendes interdisziplinäres Konzept zusammengestellt. Das Kernelemt ist dabei das Interdisziplinäre Tumorboard. Hier werden einmal wöchentlich für jeden erkrankten Patienten der optimale diagnostische und therapeutische Weg mit allen beteiligten Spezialisten diskutiert, festgelegt und protokolliert. Die Entscheidungen des Tumorboards richten sich nach den aktuellen qualitätsgesicherten Leitlinien in der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von bösartigen Geschwulsten des Darmes.

Die dort festgelegte Therapie des Darmkrebses (kolorektales Karzinom) beruht auf sieben individuell angepassten Säulen:

Frühzeitige Diagnose und Vorsorge schützt

Die vollständige Heilung oder sogar die Verhinderung des Darmkrebses ist im Gegensatz zu vielen anderen Krebsarten möglich. Vorausgesetzt die Frühformen des Tumors (sogenannte Darmpolypen) werden durch eine Darmspiegelung frühzeitig entdeckt und vor Entstehung von Bösartigkeit abgetragen.

Polypen verursachen in der Regel keine Symptome, können sich aber im Laufe der Jahre zu einem bösartigen Darmkrebs entwickeln. Daher sollten Sie auch ohne Beschwerden regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen.

Formen der Früherkennung

  • Körperliche Untersuchung mit Darmaustastung
  • Stuhluntersuchung (Okkultbluttest)
  • Darmspiegelung (Koloskopie)
  • Virtuelle Koloskopie 

Vorsorge spätestens ab 50. empfohlen

Das Darmkrebsvorsorgeprogramm wird Menschen ab dem Alter von 50. Jahren empfohlen. Wenn allerdings in der Familie ein familiäres Risiko für Darmkrebs besteht, ist die Vorsorge bereits in jungen Jahren wichtig. Informieren Sie sich deshalb, ob es in Ihrer Familie Fälle von Darmpolypen oder Darmkrebs gab, um rechtzeitig zur Vorsorge zu gehen.

Aktuell übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 51. Lebensjahr die Kosten für einen jährlichen Okkultbluttest in Verbindung mit einer ärztlichen Untersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung. Ab dem 56. Lebensjahr bezahlen die Krankenkassen eine Vorsorge-Darmspiegelung sowie eine weitere Darmspiegelung zehn Jahre später. Bei einem familiären Risiko werden die Untersuchungskosten auch im jüngeren Alter übernommen.

Operative Entfernung des Tumors

Sind bereits bösartige Tumore vorhanden, müssen diese operativ entfernt werden. Während dieser minimalinvasiven (Schlüssellochtechnik) Operation wird das kolorektale Karzinom entfernt, um einem Darmverschluss und – soweit noch nicht geschehen - der Streuung von Metastasen vorzubeugen. Durch die Verfeinerung der Operationsmethoden kann dabei in der Regel auf die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Anus praeter) verzichtet werden.

Bestrahlung vor und nach der Operation

Bei einigen Patienten wird als dritte Therapiesäule die Strahlentherapie eingesetzt. Dadurch soll entweder vor der Operation der Tumor verkleinert werden, oder nach der Operation das örtliche Rückfallrisiko gesenkt werden. Darüber hinaus kann eine Bestrahlung von Metastasen sinnvoll sein. Das individuelle Strahlentherapiekonzept wird im Darmzentrum Duisburg in enger Zusammenarbeit von Chirurg, Strahlentherapeut und Internisten entwickelt.  

Weitere Informationen zur Strahlenbehandlung bei Darmkrebs.

Chemotherapie nach der Operation

Abhängig vom Stadium und Befund des kolorektalen Karzinoms ist nach der Darmkrebsoperation die Durchführung einer Chemotherapie notwendig. Je nach Ziel wird dabei zwischen adjuvanter (vorbeugende), neoadjuvanter und der palliativen (lindernde, nicht-heilende) Chemotherapie unterschieden. In der Regel werden alle Formen ambulant durchgeführt und überwacht.

Sie möchten mehr über die Chemotherapie bei Darmkrebs erfahren?

Psychoonkologische Betreuung

Um den Patienten die Verarbeitung ihrer Darmkrebserkrankung zu erleichtern, bietet das Darmzentrum Duisburg während der gesamten Erkrankung eine psychologische und seelsorgerische Begleitung. 

Bei Bedarf kontaktieren Sie unsere Psychoonkologin Andrea Martin. Sie ist dienstags und donnerstags unter der Rufnummer 0203 755-1783 erreichbar.

 

Austausch mit der Selbsthilfevereinigung (ILCO)

Der Austausch mit Gleichbetroffenen über das Leben mit Darmkrebs hilft vielen Patienten und Angehörigen. Das Darmzentrum Duisburg steht dafür in engem Kontakt mit der Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Darmkrebs (ILCO).

Herr Fritz Elmer (20856 98142) steht Ihnen für einen ersten Kontakt jederzeit zur Verfügung.

Möglichkeiten geriatrischer Rehabilitation

Insbesondere bei älteren Patienten und Patienten mit vielen verschiedenen Erkrankungen (Multimorbidität) wird nach der Operation eine Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt, um die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.

Während der Reha wird u.a. die Ernährungsform überprüft und bei Bedarf auf eine – temporäre – künstliche Ernährung umgestellt. Dabei werden auf Wunsch auch die Angehörigen eingewiesen, um eine eventuelle häusliche Weiterversorgung durchzuführen.