Navigation
Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Sadra (6), Sayed (8) und Behruz (10) können wieder lächeln

Der Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) des Malteser Krankenhauses in Homberg; Dr. Dr. Andreas Hammacher, operiert Kinder aus Afghanistan und Tadschikistan. Kooperation mit dem Friedensdorf in Oberhausen.

24.05.2018
Dr. Dr. Hammacher freut sich über die gelungenen Operationen bei Sayed, Sadra und Behruz (v.l.)
Dr. Dr. Hammacher freut sich über die gelungenen Operationen bei Sayed, Sadra und Behruz (v.l.)

Sadra ist 6 Jahre alt, kommt aus Afghanistan und kann schon wieder lachen. Vor wenigen Tagen wurde sie vom Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Malteser Krankenhauses St. Johannes-Stift, Dr. Dr. Andreas Hammacher, operiert. Mit einer nicht behandelten Unterkieferfraktur und einer daraus resultierenden eitrigen Unterkieferknochenentzündung war Sadra ins Homberger Krankenhaus gekommen. Vorangegangen war eine monatelange Krankheitsphase, nun konnte endlich in Deutschland operiert werden. Das gleiche Schicksal teilten Sayed (8 Jahre alt, ebenfalls aus Afghanistan) und Behruz (10 Jahre alt aus Tadschikistan). Auch die beiden konnten nach einer unbehandelten Kiefergelenksfraktur den Mund nicht mehr öffnen und dadurch auch keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Auch sie wurden im Rahmen einer Kooperation mit dem Dinslakener Friedensdorf kostenlos operiert. Dank der Operation haben die drei Kinder wieder die Chance auf ein normales Leben. Jetzt geht es allen wieder gut. „Wir mussten bei den Kindern einiges wieder richten. Jetzt ist optisch und funktionell alles wieder in Ordnung", berichtet Dr. Dr. Hammacher. Bis Juli werden die drei zur Regeneration ihre Zeit im Friedensdorf in Oberhausen verbringen. Im Anschluss dürfen sie zurück zu ihren Eltern in die Heimat, die schon sehnsüchtig auf ihr Kind warten. „Das ist eine sehr harte Zeit für die Kinder. Aber wir sehen so großartige Fortschritte, die die drei machen. Das ist einfach schön zu sehen.“, ergänzt Dr. Dr. Hammacher. Unterstützung gab es auch von der Firma Atos, die dem zehnjährigen Behruz extra ein spezielles Gerät gespendet hat, mit dem er die Kieferöffnung trainieren kann. „Das wird Behruz jetzt noch eine ganze Zeit machen müssen, auch, wenn er wieder zurück in Tadschikistan ist.“, erklärt Dr. Dr. Hammacher. Insgesamt leben aktuell 180 Kinder im Friedensdorf in Oberhausen. In der MKG im Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift werden für diese Kinder jährlich etwa fünf Operationen unter stationären Bedingungen und viele ambulante Behandlungen kostenlos durchgeführt.