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Nach Lockdown und Quarantäne: Für philippinische Pflegekräfte beginnt ein neues Leben in Duisburg

24.08.2020
Froh in Sicherheit zu sein. Die acht Philippinischen Pflegekräfte an ihrem ersten Tag im St. Anna Krankenhaus.
Froh in Sicherheit zu sein. Die acht Philippinischen Pflegekräfte an ihrem ersten Tag im St. Anna Krankenhaus.

Seit Montag sind acht neue Pflegekräfte im St. Anna Krankenhaus im Einsatz. Der Grundstein dafür wurde bereits vor zwei Jahren gelegt. Drei Mal war Geschäftsführer Hauke Schild persönlich auf den Philippinen vor Ort, um mit den Pflegekräften zu sprechen. „Die Corona-Pandemie hat das Projekt leider etwas zurückgeworfen. Wir hatten alle Termine bei der Deutschen Botschaft in Manila erfolgreich bewältigt, Mitte März gab es dann den Shutdown in Manila und die Pflegekräfte saßen quasi auf gepackten Koffern“, erklärt Schild.

 

„Als wir Anfang August am Flughafen in die strahlenden Gesichter unserer neuen Kolleginnen und Kollegen gesehen haben, waren die Mühen der letzten Monate schnell vergessen.“ erinnert sich Nicole Welzel, zuständig für die Personalentwicklung, gerne zurück. „Unser Ziel ist es, ihnen den Start in der neuen Heimat so einfach wie möglich zu gestalten. Nach der zweiwöchigen Quarantäne haben wir gemeinsame Behördentermine gemacht, Bankkonten eröffnet, zusammen eingekauft und den Weg mit Bus und Bahn ausprobiert. Geplant sind auch gemeinsame Freizeitaktivitäten mit alten und neuen Mitarbeitern.“ so Nicole Welzel.

 

Da das philippinische Pflegestudium in Deutschland nicht sofort anerkannt wird, drücken die acht derzeit neben den ersten Einsätzen an ihrem neuen Arbeitsplatz noch die Schulbank.

 

Die gewonnen Erfahrungen will das St. Anna in Duisburg-Huckingen bei der Einstellung von weiteren philippinischen Pflegekräften nutzen. „In Deutschland wird es immer schwieriger Mitarbeiter in der Pflege zu finden. Die Experten des Instituts für Wirtschaft in Köln rechnen mit einem Bedarf von 307.000 Pflegekräften in den nächsten 15 Jahren. Da war für uns der Blick ins Ausland der nächste Schritt, um den steigenden Bedarf an Mitarbeitern entgegenzuwirken.“ erklärt Hauke Schild den Hintergrund für die kostenintensive Mitarbeitersuche am anderen Ende der Welt.