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Malteser Kliniken Rhein-Ruhr

Blasenkrebs - Diagnostik in HD-Qualität

Frühzeitig erkennen, Behandlungsmöglichkeiten verbessern.

Entstehung und Risikofaktoren von Blasenkrebs

Die „ableitenden Harnwege“ sind ein zusammenhängendes Organsystem aus den beiden Nieren, den Harnleitern, der Harnröhre und der Blase. Die Innenwände dieses Systems sind mit einer speziellen sehr widerstandsfähigen Schleimhaut, dem Urothel, ausgekleidet. Kommt es zu einer Krebserkrankung dieser Schleimhaut, ist in 90% der Fälle die Blase betroffen. 

Doch wie entsteht der Krebs? Die genauen Ursachen sind noch nicht erforscht. Fest steht allerdings:

Wird die Schleimhaut sehr starken und/oder langanhaltenden Reizen, Giftstoffen oder anderen schädlichen Einflüssen ausgesetzt, kann ihre natürliche Schutzbarriere zerstört werden. Die dann entstehende chronisch-entzündliche Schädigung kann das Krebsrisiko erhöhen.

Zu diesen Reizen, Giftstoffen und schädlichen Einflüssen gehören unter anderem:

  • Tabak, aktiv oder passiv konsumiert: Fachleute machen Tabak für die Hälfte aller Blasenkrebserkrankungen verantwortlich.
  • Berufliche Risiken: Menschen die in Ihrem Berufsleben mit krebserregenden Stoffen ohne entsprechende Schutzmaßnahmen in Kontakt kommen, können an Blasenkrebs erkranken.
  • Vererbung: Je jünger der betroffene Elternteil zum Zeitpunkt der Erkrankung war, desto größer ist das Risiko für die Kinder im Laufe des eigenen Lebens an Blasenkrebs zu erkranken.
  • Infektionen, Blasenreizungen: Wird die Blase lange Jahre beispielsweise durch Blasensteine oder unbehandelte Infektionen gereizt, steigt das Krebsrisiko.

Innovative NBI-Technologie ermöglicht es Blasenkrebs frühzeitig zu erkennen

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf einen Blasenkrebs, führen unsere Urologen eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) durch. Dazu wird ein flexibles Zystoskop über die Harnröhre in die Blase geschoben. An der Spitze des Instruments befindet sich eine winzige Kamera, mit der die Blasenschleimhaut systematisch abgesucht wird. Werden dabei tumorverdächtige Stellen erkannt, werden noch während der Blasenspiegelung Gewebeproben entnommen und in der Pathologie auf Krebszellen untersucht.

Dank der innovativen Technologie unserer Instrumente besteht die Möglichkeit einen Blasentumor schon in einem sehr frühen Stadium zu erkennen, was die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert. Dafür sorgt neben den gestochen scharfen HD-Bildern der modernen Zystoskope vor allem die HD-NBI-Technologie. Durch einen speziellen Filter wird das normale weiße Licht auf blaue und grüne Farbanteile reduziert. Dadurch treten Blutgefäße und Tumorgefäße deutlicher hervor. Somit lassen sich auch frühste Stadien erkennen.

Für Ihre Sicherheit – NBI-Technologie während der Operation

Die HD-NBI-Technologie wird von uns nicht nur bei ambulanten Blasenspiegelungen, sondern auch in urologischen Operationen eingesetzt. Wie bei der Zystoskopie stellt das gefilterte Licht auch während einer OP die Tumorgefäße deutlicher dar und ermöglicht damit eine vollständige Entfernung. Womit die Rezidivrate reduziert wird.

Studien belegen die Wirksamkeit der innovativen Krebsdiagnostik

Bei Blasenspiegelungen ohne die HD-NBI-Technologie beträgt das Risiko, dass kleine Tumore übersehen werden, 10-20 Prozent.1 Mit der in unserer Klinik für Urologie und Kinderurologie eingesetzt Technik reduziert sich dieses Risiko auf 5,2-5,3 Prozent.2

Patienten, die ohne die HD-NBI-Technologie behandelt wurden, haben eine Rezidivrate von 50-70 Prozent.3 Durch den Einsatz der innovativen Technologie wird diese auf 40-60 Prozent reduziert.4

Studien zur NBI-Technologie

  1. Jichlinski et al., Fluorescence cystoscopy in the management of bladder cancer: a help for the urologist!, Urol. Int. 2005; 74: 97–101
  2. Geavlete et al., Narrow-band imaging cystoscopy in non-muscle-invasive bladder cancer: a prospective comparison to the standard approach, Therapeutic Advances in Urology 2012; 4(5):211–217
  3. Sylvester et al., Intravesical bacillus Calmette-Guerin reduces the risk of progression in patients with superficial bladder cancer: a meta-analysis of the published results of randomized clinical trials, J Urol 2002; 168:1964–1970
  4. Puppo et al., A Randomized Prospective Trial to Assess the Impact of Transurethral Resection in Narrow Band Imaging Modality on Non–Muscle-Invasive Bladder Cancer Recurrence, European Urology 2012; 61:908–913

Ihre Ansprechpartner

PD Dr. Marcus Horstmann
PD Dr. Marcus Horstmann Chefarzt Urologie und Kinderurologie, Leiter des Malteser Robotik Zentrum Facharzt für Urologie, medikamentöse Tumortherapie, Andrologie, Spez. Operative Urologie (CH)
Vita
 Christian Schwarzer
Christian Schwarzer Sekretariat Urologie Telefon: 02151 452-278